Samstag, 7. Februar 2009

Bei manchen Menschen wünscht man sich, sie würden sich wenigstens verabschieden. Platonisch heißt nicht, dass es nicht auch schmerzt.

Freitag, 29. August 2008

Manchmal, aber nur manchmal haben Menschen ein wenig Haue gern

Manchmal ist die imaginäre Zunft der Fragestellung schon eine Idealvorstellung der göttlichen Existenz. Ich dachte vor einem Moment ein Alien gesehen zu haben, aber es war nur ein Frosch. In der westlichen Welt, außer in Australien, sieht man nur sehr selten Frösche, außer der Vater ist Förster und will dir weißmachen, dass es in Ordnung ist alte und kranke Tiere zu töten ohne sie als Nahrung zu verwenden. Ich habe in meinem Leben wohl erst drei bis vier Frösche gesehen. Das Fernsehen zählt natürlich nicht. Nun ja Fakt ist, dass jedes Erlebnis mit einem Frosch ein sehr überraschendes war, gänzlich so als seien Frösche Wesen aus einer anderen Welt fühlte ich mich auch dieses mal geehrt einen gesehen zu haben. Obwohl das Quaken nicht zu hören war, war allein die Anwesenheit ein Monument für die Ewigkeit.

Nun ist es so, dass Frösche als eklige Schmutzfinken, tolle Fliegentöter oder als Prinzen angesehen werden, allerdings nur selten als Wesen aus einer anderen Welt. Dabei ist letzteres aus dem ideologischen Zweifel heraus nur halbwegs ernüchternt. Welcher grichische "Denker" sagte nochmal, dass die Ideen als einzige Vorstellungskraft Raum und Zeit überspringen? Kann man das so vereinbaren, mit dem Gedanken, dass jede Wahrnehmung von mir eine Welt darstellt, die andere so nicht sehen? Insofern als wollte man sagen, ich sehe das, was du nicht siehst und tatsächlich wirst du es nicht sehen, selbst wenn du es siehst. Wir leben in einer Welt, aber jeder in seiner eigenen. Ein toller Satz. Die Gehirnforschung sagt im wissenschaftlichen Elan, dass die Vorstellungskraft nur eine optische Täuschung in Verbindung mit einer rational komplexen Gehirnsteuerung sei. Das Gehirn gibt uns das Gefühl zu existieren und eine Persönlichkeit zu haben. Dabei soll laut der Magnettomographie exakt zu sagen sein, dass jede Entscheidung, die man scheinbar als Persönlichkeit fällt, ca. 10-40 Sekunden vorher durch das eigene Gehirn entschieden wurde. Beweise gibt es, aber vielleicht auch Gegenbeweise. Konkret heißt das nur: "Denken" ist im Grunde nur eine Einbildung. Der "Gedanke" macht Angst, aber mir gefällt er, er beweist, dass sich Menschen falsch einordnen. Wir wissen natürlich nicht ob der Hund genau so denkt, oder eben andere Tiere, wie etwa der Frosch. Klar ist, dass Frösche Menschen wohl auch nicht allzu häufig sehen. Die werden sich auch verwundert fühlen ein so großes Tier zu sehen, dass schnackelig geht und fremde Substanzen auf der Haut trägt. Aber Menschen können angsteinflößend, dumm oder eben Prinzesschen sein.

Ein kleiner Zweifel tut sich bei all der Rationalität auch auf. Ich hatte vor einigen Wochen ein Gespräch mit jemanden, in dem herauskam, dass diese andere Person und ich sehr unproduktiv, dumm und nicht mehr auf dem Laufenden seien. Zu dem fehlten uns, speziell mir, in letzter Zeit nötige Fremdwörter um uns vor den pseudointellektuellen zu behaupten, die so ständig und brechend darauf berufen rational zu sein. Ob sie wohl wissen, dass ihr Gehirn ihnen das nur vorspielt? Ich hasse diese beständige Art, die mir von Leuten aus der Oberstufe am Gymnasium zu Teil wurde. Diese schlechten Lyriker, miserablen Rhetoriker, die von sich denken die Welt zu beherrschen. StudiVZ anschmeissen um sich anzusehen, wer sich hier wieder als "Student" beruft um vor anderen Personen in gänzlicher Willkür eine vollkommen intelligentsbehaftete Show abzuliefern. Liefern, Liefern, Liefern, weil es nichts anderes gibt als Selbstdarstellung in der Welt des Intellekts, wo gerne so viel objektiv durch subjektiv geklärt wird, wo sich alle höher stellen, aber noch nicht geschnallt haben, dass es keine Hügel und Krater gibt. Ich freue mich in meinem Pessimismus nicht zu denen zu gehören, die sich besser darstellen, die einer Berufs"karriere" entgegen streben und am Ende nicht feststellen können, dass sie genau das selbe Ende nehmen wie jeder andere. Was ist Geld, was ist Macht? Bill Gates sagte in einem mit dem O'Reilly Magazin (nicht Bill O'Reilly)Interview "Ich gehöre objektiv zur High Society, sie merken, optisch nicht, und zu Hause schlafe ich gerne aus. Fragen sie mich nicht was in der Zeitung steht, ich bin keiner der Leute, die denken, dass Harward gleichzeitig Intellekt heißt. Mich interessiert garnicht, wo wer immatrikuliert ist oder welche Noten er hatte. Da würde ich ja mehr als die Hälfte der intelligenten Leute nicht kennenlernen können." Was denkt ein Frosch darüber? Ich glaube, ihm wäre das egal.

Ich habe letztens im Modeblog "Lesmads" ein kritisches Kommentar zu sehr jungen Blogautoren unter 15 geschrieben. In diesem meinte ich, dass das eigene Fotographieren nicht gut sei, weil solche Bilder nur schwer aus dem Netz verschwinden und warscheinlich noch Jahre halten. Zusätzlich meinte ich, dass dieser Blog gar keine richtige Stellungnahme dazu abgegeben hätte, daraufhin wurde dieses Kommentar nicht genehmigt. (Es kam überhaupt erst zur Moderation, weil ich meine E-Mailadresse nutzte, die die Autorinnen sowieso schon unter "kritisch" berufen hatten, sodass kein Kommentar von mir ohne Genehmigung gezeigt wird.) Ich schrieb also noch ein Kommentar, in dem ich fragte, wieso man mein Kommentar nicht genehmigte, dieses wurde daraufhin gelöscht. Wieso schreibe ich das? Weil es mal jemand lesen sollte, wie sich vermeintlich erfolgreiche Blogger verhalten könnten, wenn es mal etwas mehr Kritik ist. So viel zu Meinungsfreiheit, echt lächerlich.

Mein Problem ist, dass mir das alles zu sehr egal ist. Wäre es das nicht, würde ich wohl einen Blog starten, in dem ich das erläutern würde. Ich werde bald mal unter einer anderen Adresse eine häufiger aktualisierte Plattform eröffnen.

Breaking News, ich bin jetzt in der Künstlergruppe "Junge Deutlichkeit". Das Wort "jung" in dem Namen gefällt mir zwar absolut garnicht, weil es garnicht in die Gruppe meiner rationalen Wahrnehmung passt, aber hier befinde ich mich im Einklang mit anderen Größenwahnsinnigen. Ich werde sicher oft der Buh-Mann sein, weil ich unproduktiv bin und oft was zu stänkern habe, aber unter all den hochmotivierten Leuten, ist das wohl häufig der Fall. Ich glaube ich bin kein Künstler im klassischen Sinn. Ich mache Musik, die keiner hört, ich habe wohl mehrmals am Tag Geschäftsideen und seltener Kunstprojekte, narzistisch bin ich auch. Im Grunde hasse ich Künstlervereinigungen. Da treffen sich Leute, die sich als Schaffende sehen und den Rest als Konsumenten. Denken die Welt wieder ein Stückchen verändern zu können. "Lasst uns ein Bild malen!" "Au jaaa", "Eine deliziöse Idee." "Dem kann ich nur zustimmen." "Ich habe schon eine Idee.. nein, eine VISION!." Ob ein Frosch wohl auch ein Visionär ist? Ich sitze im Internetcafé und habe Lust ein Bild zu malen. Ich wäre nicht dabei, wäre ich mir nicht sicher, dass das anders wird, weil die Gruppe von jemanden gegründet wurde, den ich sehr schätze, mag, super, nett, toll und natürlich freundlich finde. Wohlmöglich bringt sie früher oder später ihren ersten Roman heraus, jemand, der das bereits gemacht hat, ist auch dabei, er heißt Oliver Bendel, der einen Krimi geschrieben hat, leider hat mir der Klappentext von "Lucy Luder und der Mord im StudiVZ" nicht gefallen, aber vielleicht lese ich es trotzdem. Es ist noch ein Ludwig dabei, den ich leider nicht kenne. Mami, mami und der und der waren auch dabei. Ich bin ein schlechter Lyriker, vor allem in Beschreibungen und meinen Humor finden auch nur wenige witzig. Es sind noch ein paar Leute dabei. Man fühlt sich auch selbst toll, wenn man dabei ist. Nicht, dass die Gruppe berühmt sei, nein gefragt zu werden, vielleicht ist das aber auch nichts. Was aber egal ist, ist ja eh alles nichts.

Mein Traum vom Auswandern wird teilweise realer. Wenn alles gut gehen sollte, könnte es sein, dass ich so etwa im nächsten Jahr um diese Zeit in einer Gewissheit in die Staaten gehen könnte. Entgegen all dem USA-Hass der vor allem in Deutschland drastisch zugenommen hat, bin ich seit längerer Zeit ein Fan von Amerika. Ich mag die Sprache, ich mag die wirtschaftliche Lage im Bereich des Internets, die Investortätigkeit im Internet-Startupbereich, die Musik, die kritischen unabhängigen Blogs, das Essen, und vieles mehr. Leider musste ich, als ich jemandem letztens davon erzählte, folgende Unterstellung hören: "Die sind so oberflächlich, dick, verbrauchen viel Strom und sind dumm" Das in Deutschland zu hören, ist natürlich absolut lustig, wo doch ca. 80% der Bürger oberflächlich sind, sehr viele Menschen nicht das Idealgewicht besitzen und genügend Computer zu Hause haben und öfter das Auto als das Rad benutzen. Das fast jedes Volk generell "dumm" ist, ist ohne hin Fakt, aber Dummheit ist nur eine Definition und keine Eigenschaft. Mein größtes Problem mit dieser Meinung ist, dass sie auf viele westliche Länder übertragbar wäre. Aber in Deutschland ist das eben so. Man hasst sich selbst, seine Nachbarn, den eigenen Staat, die Regierung, seinen Ehepartner, die Schule, andere Staaten, Rassismus, Hauptschüler, Kartoffelwitze. Man liebt Döner, Hamburger, Fernsehen, die Bildzeitung und wenn man in der Oberstufe eines Gymnasiums ist, liebt man natürlich noch Arte, die Süddeutsche Zeitung oder wahlweise die "Zeit" und Platon. Lieben heißt ja nicht, sich damit auseinanderzusetzen. Der Frosch ist ein Tier, das überall auf der Welt lebt, da wird nicht viel entschieden, da geht es um Fressen, soziale Kontakte und genügend Natur. Mir geht es ums Fressen, soziale Kontakte und genügend Natur. Where's the problem? Ich meine, ich bin dumm. Egal wo, das sind wir alle.

Donnerstag, 7. August 2008

Wie ich die Welt zuordnen lernte und dabei sogar ein bisschen was sparen konnte

In Deutschland wird mit Blogs irgendwann die Schereze zum Unterschied der amerikanischen Blogsphäre kürzer treten. Sicherlich dauert das noch einige Zeit und wenn ich mal in den Staaten leben sollte, hätte ich auf jedem Blog wohl mehr Besucher, obwohl natürlich auch mehr Konkurrenz herrscht.

Fakt ist, dass sich das Betreiben eines Blogs lohnen kann. Man hat nicht nur die Möglichkeit sich ziemlich wichtig zu fühlen, sondern ab und zu etwas zu gewinnen. Beispielsweise diesmal bei Blogmeier, einen 5€ Gutschein von Amazon für jeden Blog der länger als 3 Monate existiert. Ich mag Gutscheine nämlich, zum Beispiel den von Baby-Walz!

Anti-Person besteht schon länger, viel länger, lang genug um die Weltherrschaft an sich zu reissen, aber noch nicht lang genug um die Welt vom Zorn der bösartigen Kreatur aus dem Untergrund zu befreien, so stellen wir fest, dass jegliche Haltung eine obszöne Zuordnung ist, nicht so sehr obszön, dass es einer Reinigung in Form von Zensur bedarf, viel mehr obszön genug um Hallihallo zu rufen und im Nacheinein nicht einmal ein Echo zu empfangen. Denn ein Echo hat auch seinen Stolz.

Sonntag, 27. Juli 2008

Was für die Ohren, da die sensiblen Organe ohnehin schon geführt werden von Zorn, Macht, Boshaftigkeit und dem Gefühl ein Stück Dreck zu sein.



Janis Joplin bringt mich zum beben

Freitag, 23. Mai 2008

Kabeljau im Sand - Wie alternatives Verhalten sich selbst widerpricht - oder - Wie die modischen Quellen einer bedürftigen Zensurfreiheit entgehen

Was ich von Administratoren im Internet oft hören muss, belustigt meiner Annahme nach den ganzen Sachverhalt. Da wird oft kritisiert wie absurd andere mit Internetplattformen umgehen, allerdings wird nie auf eigene Kritik eingegangen. Ich könnte hier Namen nennen und durch andere Seiten eine klitzekleine Welle in Richtung eines degradierten Boykotts aufrufen, aber das lass ich mal sein, sondern werden diese Personen, die der Kritik nicht mächtig sind, sicherlich zum Advokaten greifen, denn dieser Beruf zeichnet sich in der deutschen Bürokratie fantastisch aus. Mit einem Anwalt an der Seite scheint jede Kritik zensierbar zu sein. Einfach schnell eine Abmahnung an die jeweilige Seite schicken und schon sieht man sich vor Gericht wieder. Destruktiv im modischen Sinne der Straßenfreiheit sind solche Verhaltensweisen gerade im Bezug auf Personen, die von ihren verblühmten Jugendlichkeit sprechen und dabei gerne Worte wie "alternativ" in den Mund nehmen um ihre Lebensweisen abseits des Mainstreams zu beschreiben. Ich will garnicht damit beginnen, dass diese Personen im Grunde den Hauptstrom an sich darstellen, sondern will mal daran plädieren, dass gerade diese Meute nie nach ihren eigenen Prinzipien lebt. Sie sperren Adressen und wollen in aller Manier die Übersicht über gegebene Kommentierungen haben, weil sie so absolut "cool" sind. Schön, wenn man diese Leute von vermeintlichen Independentbands sprechen hört, die alle schon längst bei Majors angekommen sind und mehr abweisend als anweisend ihrem "alternativen" Lebensstil nachgehen. Und immer schön über Liebe singen, kommt in 98% der Fälle in die Hitlisten. Da muss es auch nicht Billboard sein, da freut man sich schon bei der Hitparade.

Montag, 12. Mai 2008

we had joy we had fun

we had joy we had fun we had seasons in the sun, but the hills that we climb are just seasons out of time

Samstag, 15. März 2008

Heute bei Anti-Person gibt es was zu gewinnen. Natürlich ist die Besucherschaft nun gespannt und überlegt sich schon wie man mit verschiedenen Pseudonymen teilnehmen kann, aber so einfach, nein wirklich, so einfach wird es nicht gemacht. Es bleibt bei einer sterilisierten Atmosphäre, denn das, was es zu gewinnen gibt, ist größer als die verdorbene Katastrophe, die, die Menschheit langsam erbaut. Verdorben ist nicht im Sinne der absoluten Ekujalität, wie sie oft von Pornofilmern verwendet wird um den Frauen, die dort für zu wenig Geld Geschlechtsverkehr treiben müssen, für die Männer auf schlechtgestalteten DVD-Hüllen zu animieren, viel mehr ist dieses Wort die Bezeichnung einer überreiften Frucht oder eines anderen nährstoffhaltigen Produkts. Diese Produkte schmecken dann nicht mehr, meist gähren sie und daraus entsteht Alkohol. Alkohol ist das Gift, dass von Pilzen zusammengebraut wird, wenn diese ein Produkt befallen, dass Ethanol darin, auch ein Gift mit 100% Wirkung wird dann von irgendwelchen Leuten getrunken. Im Grunde trinkt man also Verdorbenes und das ist viel ekliger als die Honigherstellung, wie ich finde. Wie also ist die Welt zu beschreiben, wenn man Leute diskutieren muss, die Verdorbenes trinken. Ich respektiere natürlich jeden Mist, auch wenn ich es absolut hasse. Ich glaube die SM-Fanatiker, die Exkremente, flüssige und feste ihrer Herrin trinken und essen, sind mir insofern viel lieber.

Jetzt habe ich vergessen, was es zu gewinnen gibt. Na toll!